Geschichte

Aus der Geschichte des Lodberger Viertels

Die alte Schulacht Lodbergen mit den drei Bauernschaften Lodbergen, Holthausen und Duderstadt liegt auf dem um die 30 m über dem Meeresspiegel hohen Geestrücken zwischen Hase- und Raddetal, der sich über Helmighausen, Augustenfeld, Elbergen zum Burlagberg hinzieht, wo sich mit 48 m ü.M. die höchste Stelle in der Stadtgemeinde Löningen befindet. Hochgelegen sind auch Holthausen und Lodbergen. Nach Duderstadt hin fällt das Gelände zum Löninger Mühlenbach hin (auf 25 m ü.M.) leicht ab.

Man kann davon ausgehen, daß dieser Landstrich wegen seiner geologischen Beschaffenheit und seiner günstigen Lage zum Wasser uraltes Siedlungsland ist. Das beweisen auch Bodenfunde aus Lodbergen und Holthausen. Im ersten Fall handelt es sich um ein 15 cm langes, 2,8 cm dickes und 4,8 cm breites „Dickblattiges Flint-Rechteckbeil“, das man den „Trichterbecher-Leuten“ (3500 bis 2100 v. Chr.), die in unserer Heimat ihre Großstein­gräber erbauten, zuordnet. Man weiß auch, daß dieses Beil ein „Importartikel“ aus Skandinavien sein muß, denn so ein Werkstück hätte man aus dem heimischen Feuerstein nicht herstellen können.

In Holthausen fand man eine 10,9 cm lange und 5,2 cm breite Streitaxt aus der jüngeren Broncezeit (1100 – 700 v. Chr.), erstaunlicherweise aus Stein geschlagen. Ihr auffallendes Merkmal ist der „gebogene Nacken“, und dadurch läßt sich dieses Fundstück recht genau zuordnen.

Diese beiden Bodenfunde (und viele weitere) werden in dem ausgezeichneten Fachbuch „Archeologische Bodenfunde aus dem Oldenburger Münsterland“, Museumsdorf Cloppenburg, 1985 vorgestellt.