Große Freude in der Dorfgemeinschaft

Ticket für den Landesentscheid 2022 ist gesichert

„Ich kann´s nicht glauben!“ war die erste Reaktion, als Tanja Schnetlage (Vorsitzende des Dorfvereins) vom Weiterkommen der Dorfgemeinschaft im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“  erfuhr. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, die bestätigt, dass wir als drei kleine Bauernschaften, vor allem durch unser Miteinander und den Fokus auf unsere Jugend, die es uns ermöglicht, auch im Alter hier aufgehoben zu sein, zukunftsfähig sind.

Als eines der kleinsten Teilnehmerdörfer hatten wir uns keine großen Chancen im Regionalwettbewerb ausgerechnet. Dabei sein, die Stadt Löningen und den Landkreis Cloppenburg würdig vertreten, uns authentisch zeigen war das Ziel. Die anderen Teilnehmerdörfer im Weser-Ems-Gebiet haben sehr viel zu bieten, unter anderem eben Kirche, Kindergarten, Schule. Kriterien, die für so manchen Außenstehenden zu einem Dorf gehören, bei uns mit 270 Einwohnern aber fehlen.

Umso erstaunter und vor allem glücklicher waren wir, als der Anruf und kurz darauf die Bestätigungs-Mail kamen, dass wir zusammen mit Auen-Holthaus und Falkenberg den Landkreis Cloppenburg auf Landesebene vertreten dürfen. Da am kommenden Wochenende das Schützenfest stattfindet, werden wir vorweg am Freitagabend mit der Dorfgemeinschaft auf dem Festplatz den Erfolg feiern.

Während unserer Tour durch alle drei Dörfer, haben wir der Kommission am 08. Juni neben vielen grünen Ecken (Baumreihen, Hecken, Weiden), einige restaurierte Höfe gezeigt, über die Renaturierung des Mühlenbachs informiert und die aktuelle Planung der baulichen Projekte zur Dorfentwicklung vorgestellt. 

Auf dem Spaziergang vom Scheunencafé Niemann zur alten Schule konnte die Kommission eine Blick in den neuen Laden „Kerstins Blütenwerk“ werfen und die Zeit für einige Detailfragen nutzen.

Beim Schlussvortrag im Dorfgemeinschaftshaus betonte Richard Gertken (Büro für Landschaftsplanung Werlte) das Engagement der Dorfgemeinschaft und die Mitarbeiter der Jugend während des Planungsprozesses zur Dorfentwicklung. Stefan Klaes (Duderstadt) stellte das Leitbild „Wie geht’s weiter, wenn´s mal stockt“ vor, das ausgehen von Aufgaben der letzten Jahre (Klimawandel, Pandemie, geänderte Sicherheitslage in Europa) aufzeigt, wie wir uns eine aktive, offene und eben lebenswerte Dorfgemeinschaft sichern wollen.  Tanja Schnetlage (Lodbergen) gab einen kurzen Überblick über die letzten Aktivitäten (Weihnachtsmarkt, Storchennester, Bastelnachmittage für Kids). Die Filme von Henning Knobbe, mit Überflügen über landwirtschaftlichen Betriebe, das renaturierte Mühlenbachgebiet und das Dorfgebiet ermöglichten Einblicke, die eben vom Bus oder zu Fuß aus nicht möglich sind und rundeten unsere Präsentation ab.  

Ein großes Dankeschön gilt allen, die die Bereisung gestaltet und begleitet haben, die uns die Daumen gedrückt haben und die immer wieder dafür sorgen, dass unsere Dörfer so sind, wie sie sind.

Mit viel Motivation werden wir uns  auf die nächste Bereisung, die voraussichtlich im September stattfinden wird, vorbereiten.